MASSA KONZERTMANAGEMENT GmbH
Künstlermanagement & Administration von Konzertveranstaltungen Auguste-Viktoria-Str 47a D-14199 Berlin

EIN LOFT FÜR DIE KONZERTAGENTUR
IN DER BERLINER CITY

Ein Zeitungsartikel von Ralf Schönball (Berlin - Der Tagesspiegel)

"Der Steinway-Flügel, den Konzertpianist Pietro Massa den Berliner Philharmonikern abgekauft hat, kommt mitten rein in sein neues Loft auf der Friedrichstrasse. Den großten Teil der 120 Quadratmeter, die er gegenüber vom Jüdischen Museum beziehen wird, wird zum Büro seiner Agentur Massa Konzertmanagement GmbH. Wohnen will Pietro an der südlichen Friedrichstraße auch. Aber auf kleinem Raum. Mehr ist auch nicht erlaubt. Denn das Projekt "Frizz23" muss vor allem eins bieten: Produktionsflächen für Kreative aus der pulsierenden Szene.

Denn mit diesem Konzept hat die Genossenschaft vor wenigen Tagen den Zuschlag bekommen für das 2.400 Quadratmeter große Grundstück in einer spektakulären Vergabeentscheidung. Denn die 2,4 Millionen Euro, die Berlin von der Genossenschaft erhält, waren nicht der maximal mögliche Ertrag für die Landeskassen. Eine halbe Million Euro mehr hätte der Höchstbietende überwiesen. Doch der Grundstücksverkäufer, die landeseigene "Berliner Großmarkt", entschied sich gegen den Entwickler eines - gefühlt - hunderten Blocks mit hippen Luxusappartements - und zugunsten des alternativen Konzeptes.

Nun müssen sie Ernst machen, die Überlebenskünstler, die aus den Brachen, Ruinen und Nischen der Stadt den Mythos der unfertigen Metropole erzeugt haben: Matthew Griffin, der Kanadier, der seit 22 Jahren in Berlin lebt und mit seiner Frau Britta Jürgens schon in der Friedrichstadt ein Architekturbüro mit angeschlossenem Gästehaus errichtet hat, die "Minilofts". Ein weiteres Stück dieser von Berlins Bewohnern "selbst gemachten Stadt", wie er sagt, soll nun an der Friedrichstraße entstehen: Schriftsteller, Maler, Grafiker, Designer, die raus aus dem Haushalt mit den wuselnden Kindern müssen und Ruhe für ihre Arbeit brauchen, sind als Genossen beigetreten.

Jahrelang haben die Entwickler dafür reden, schreiben, überzeugen müssen - weil beim zuvor gelaufnenen "Diskursiven Verfahren" wirklich jeder seine Meinungen und Bedenken äußern konnte: Aus dem Kiez, der Politik und der Kreativszene. Vielleicht wird diese Grundstücksvergabe, bei der nicht der Preis, sondern das Konzept den Ausschlag gab, deshalb zum Musterbeispiel für das lang ersehnte und politisch beschlossene "Neue Liegenschaftskonzept" des Senats.

Auch eine Dachterrasse ist geplant und eine kleine Markthalle sowie ein Café im Erdgeschoss des Quartiers. Und wenn der Besselpark erst einmal angelegt ist, entsteht hier ein schönes neues Stück altes Kreuzberg“.langfristig geleiteten Entwicklungsdynamik zu gewährleisten.

"BERLIN: IN KEINER STADT FÜHLE
ICH MICH SO FREI"

Der Wahl-Berliner Pietro Massa bezieht mit ungewöhnlichen Programmen Position (von Arnt Cobbers)

Veröffentlicht in:
CONCERTI (DAS BERLINER MUSILEBEN)

Es waren zwei Erlebnisse kurz hintereinander, die Pietro Massa dazu brachten, Pianist und nicht Musikwissenschaftler zu werden.

Studiert hat er beides, dazu noch Altphilologie und Komposition,in seiner Heimatstadt Mailand und in Paris. Dann kam er 26-jährig nach Berlin und promovierte an der FU über "Carl Orffs Antikendramen und die Hölderlin-Rezeption im Deutschland der Nachkriegszeit". Zwei Tage nach seiner Disputation – Massa hatte ein Angebot, an eine amerikanische Universität zu gehen – gab er ein Konzert in Istanbul. "Der Dirigent lud mich nach dem Konzert in sein Zimmer und sagte mir: ,Pietro, als Professor hast du finanzielle Sicherheit, aber du wirst nach einigen Jahren das Feuer zu üben verlieren. Was willst du wirklich?' Und ich habe geantwortet: ,Ich möchte spielen!'.

Frizz